Kalium-Ionenkanal Kir7.1 als Schlüssel zur Wehenregulation

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Eine schwangere Frau hält einen EKG-Streifen vor ihrem Bauch. Sie trägt ein rosa Top vor blauem Hintergrund.
Quelle: © kittipong_stock.adobe.com

Eine Studie untersucht die Rolle des Kalium-Ionenkanals Kir7.1 in der Schwangerschaft. Steroidhormone beeinflussen den Kanal, um die Wehentätigkeit zu regulieren. Die Erkenntnisse der Studie könnten gezielte Therapien gegen Schwangerschaftskomplikationen ermöglichen und die Wirkung von Medikamenten verbessern.

Die Rolle von Kalium-Ionenkanälen in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft balanciert der Körper Hormone und biologische Signale, um die Wehen zum richtigen Zeitpunkt auszulösen. Forschende der RWTH Aachen und der Washington University in St. Louis, unter der Leitung von Professor Marc Spehr und Professorin Polina Lishko, untersuchten die Funktion des Kalium-Ionenkanals Kir7.1 in diesem Prozess. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht.

Einfluss von Steroidhormonen auf Kir7.1

Die Studie zeigt, dass Steroidhormone, die während der Schwangerschaft produziert werden, entscheidend für die Auslösung oder Verhinderung vorzeitiger Wehen sind, indem sie auf Kir7.1 wirken. Diese Erkenntnisse bieten neue Ansätze für gezielte Behandlungsmethoden bei Schwangerschaftskomplikationen. Progesteron spielt eine Schlüsselrolle, indem es Kir7.1 aktiviert und die Gebärmutter entspannt, um Frühgeburten zu verhindern. Kurz vor der Geburt steigt der Östradiolspiegel, blockiert Kir7.1 und ermöglicht die Wehentätigkeit.

Kir7.1 in der Plazenta und Medikamentenwirkung

Kir7.1 ist nicht nur im Uterus, sondern auch in Plazentazellen vorhanden, die die Durchblutung des Babys regulieren. Diese Entdeckung könnte helfen, Präeklampsie besser zu verstehen und Behandlungsstrategien zu verbessern. Die Studie beleuchtet auch die Wirkung von Medikamenten auf Kir7.1. Synthetische Steroide wie 17-OHPC und Dydrogesteron aktivieren Kir7.1 und entspannen die Gebärmutter. Im Gegensatz dazu blockiert beispielsweise Mifepriston Kir7.1, um Wehen auszulösen. Dieses Wissen könnte helfen, Medikamente gezielter einzusetzen und neue Therapien zu entwickeln.

Quelle: Pressemitteilung der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen

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