{"id":890,"date":"2025-03-27T08:50:06","date_gmt":"2025-03-27T07:50:06","guid":{"rendered":"https:\/\/gyne.de\/?p=890"},"modified":"2025-03-27T08:50:09","modified_gmt":"2025-03-27T07:50:09","slug":"neue-ansaetze-zur-bekaempfung-resistenter-brustkrebszellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gyne.de\/neue-ansaetze-zur-bekaempfung-resistenter-brustkrebszellen\/","title":{"rendered":"Neue Ans\u00e4tze zur Bek\u00e4mpfung resistenter Brustkrebszellen"},"content":{"rendered":"\n
Die Studie von Dr. Niklas Gremke und Prof. Dr. Thorsten Stiewe zeigt neue Wege zur Bek\u00e4mpfung resistenter Brustkrebszellen durch Stoffwechselhemmung. Durch die Identifikation von Biomarkern k\u00f6nnen personalisierte Therapien entwickelt werden, die gezielt die Schwachstellen der Tumorzellen ausnutzen. Diese Ans\u00e4tze k\u00f6nnten die Behandlung von Brustkrebs revolutionieren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n Tumore sind schwer zu fassen, da sie sich der Wirkung onkologischer Therapien entziehen k\u00f6nnen. So zum Beispiel HR-positiver, HER2-negativer Brustkrebs, der im Rahmen einer Therapie mit PI3K-Inhibitoren durch verst\u00e4rkte Aktivierung des mTOR-Signalwegs das Zellwachstum und die -ausbreitung wieder hochf\u00e4hrt. Ein Forschungskonsortium um Dr. Niklas Gremke und Prof. Dr. Thorsten Stiewe von der Philipps-Universit\u00e4t Marburg hat vielversprechende Ans\u00e4tze entwickelt, um resistente Brustkrebszellen zu bek\u00e4mpfen. \u201eDas ist ein hei\u00dfes Forschungsfeld: Noch nie wurden so viele neue Medikamente in der Brustkrebstherapie zugelassen, doch erworbene Resistenzen begrenzen h\u00e4ufig den Therapieerfolg \u2013 genau hier setzt unser Forschungsprojekt an\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Gremke von der Universit\u00e4tsfrauenklinik.<\/p>\n\n\n\n Das Team hat eine Schwachstelle der Tumoren entdeckt: Die resistenten Brustkrebszellen k\u00f6nnen durch spezifische Inhibitoren des Energiestoffwechsels zerst\u00f6rt werden. Die Forschenden berichten im Fachmagazin \u201eSignal Transduction and Targeted Therapy\u201c, dass der mTOR-Signalweg, der Zellwachstum und -ausbreitung f\u00f6rdert, die Autophagie hemmt. Diese ist ein lebensnotwendiger Recyclingprozess der Zelle. Tumorzellen, die keine Autophagie mehr aktivieren k\u00f6nnen, sind besonders empfindlich gegen\u00fcber Wirkstoffen wie Metformin, welches den Energiestoffwechsel st\u00f6rt. \u201eEin kritisches Defizit der Aminos\u00e4ure Aspartat in den resistenten Brustkrebszellen ist f\u00fcr deren Zelltod unter Therapie mit Metformin verantwortlich\u201c, fasst Prof. Dr. Stiewe zusammen.<\/p>\n\n\n\n Ein zentrales Ergebnis der Studie ist die Identifikation von zwei Biomarkern, die auf die gest\u00f6rte Autophagie innerhalb der Zellen hinweisen. Die Analyse von \u00fcber 1.100 Gewebeproben ergab, dass Patientinnen mit dieser Signatur eine schlechtere Prognose haben, aber von einer metabolischen Therapie profitieren k\u00f6nnten. \u201eUnsere Ergebnisse er\u00f6ffnen neue Perspektiven f\u00fcr die personalisierte Krebstherapie\u201c, sagt Dr. Gremke. \u201eWenn sich diese Biomarker in klinischen Studien best\u00e4tigen, k\u00f6nnten sie helfen, Patientinnen zu identifizieren, die besonders gut auf eine Stoffwechseltherapie ansprechen.\u201c<\/p>\n\n\n\n Das interdisziplin\u00e4re Team nutzte modernste Methoden wie CRISPR\/Cas9-Knockout-Modelle und Stoffwechsel-Analysen. Die translationalen Erkenntnisse sollen langfristig zur Entwicklung neuer Therapiestrategien beitragen, die Resistenzen durch gezielte Beeinflussung des Zellstoffwechsels \u00fcberwinden. \u201eUnsere Forschung zeigt, dass Tumorzellen ihre erworbene Resistenz gegen PI3K-Inhibitoren teuer bezahlen \u2013 n\u00e4mlich mit einer erh\u00f6hten metabolischen Verwundbarkeit\u201c, so Gremke.<\/p>\n\n\n Quellen: <\/strong><\/p>\n\n\n\n Weiterlesen:<\/strong> <\/p>\n\n\n <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Neue Ans\u00e4tze zur Bek\u00e4mpfung resistenter Brustkrebszellen durch Stoffwechselhemmung und Biomarker-Identifikation bieten Perspektiven f\u00fcr personalisierte Therapien.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":892,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[81,170,171],"class_list":["post-890","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gynaekologischeonkologie","tag-biomarker","tag-brustkrebszellen","tag-stoffwechselhemmung"],"yoast_head":"\nNeue Wege in der Brustkrebsforschung: Resistente Tumorzellen gezielt angreifen<\/h3>\n\n\n\n
Resistente Tumorzellen durch Stoffwechselhemmung angreifbar<\/h3>\n\n\n\n
Neue Biomarker f\u00fcr personalisierte Therapie<\/h3>\n\n\n\n
Interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit als Schl\u00fcssel<\/h3>\n\n\n\n
Dr. Niklas Gremke unternahm die Forschung als Clinician Scientist im Rahmen des SUCCESS-Programms (Supporting Careers of Clinicians Seeking Science), einem F\u00f6rderprogramm der Philipps-Universit\u00e4t Marburg und des Universit\u00e4tsklinikums Marburg sowie des Universit\u00e4ren Centrums f\u00fcr Tumorerkrankungen (UCT) Frankfurt-Marburg. Weitere finanzielle Unterst\u00fctzung kam von der von Behring-R\u00f6ntgen Stiftung, der UKGM Forschungsf\u00f6rderung, der Stiftung P.E. Kempkes sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).<\/p>\n\n\n\n\n
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